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"E" wie "Es passiert mir viel zu h├Ąufig".
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Kopfkino-Gedanken

Es passiert mir viel zu h├Ąufig,
l├Ąngst nicht nur dann und wann:
Abends im Bett geht das Kopfkino an.

Dann w├╝nschte ich, ich h├Ątte eine Zeitmaschine,
an der ich mich nach Herzenslust
und ausgiebigst bediene
und alles korrigiere,
was mir auf der Seele liegt.

Ich w├╝rd der unfreundlichen Verk├Ąuferin
ne Standpauke halten,
auf Entschuldigung(en) f├╝r ├╝belste Kr├Ąnkungen warten,
f├╝r dich und mich einstehn,
der Fremden beistehn,
kein Auge zudr├╝cken,
mich nicht mehr wegb├╝cken
und endlich das zurechtr├╝cken,
was ich versaut und vers├Ąumt hab.

Dann schaltet der Kopf ab
und ich schlafe doch noch ein.
Zeitmaschinen gibt es nicht.
Und das, was ich bereue,
hab ich weiterhin am Bein.

Gedicht: Ich hab dich (nicht) vergessen.
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Ich hab dich (nicht) vergessen

F├╝r T., die noch immer eine riesige L├╝cke hinterl├Ąsst.
Ganz so, wie es bei geliebten Menschen gut und richtig ist.

***

So viel hab ich vergessen

und es bricht mir fast das Herz
Ich denke doch so oft an dich
mit so viel Liebe und auch Schmerz

Wie schmeckte noch mein Leibgericht?
Warum wei├č ich das nicht?
Wie hie├č deine Handcreme?
Warum erinner ich mich nicht?
Selbst dein Gesicht ist unscharf
Es versetzt mir einen Stich

Was warn die letzten Worte
von dir und auch von mir?
Was ist von dir geblieben?
Welches Erbe l├Ąsst du hier?

Dann ganz pl├Âtzlich wei├č ichs
und bin beruhigt. Es reicht.
Bei dir ging es mir immer gut.
Und das Gef├╝hl, das bleibt.

 

D steht f├╝r Das winzig kleine Haus, das jede Nacht etwas Mysteri├Âses tut.
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Das winzig kleine Haus

Auf einem kleinen H├╝gel weit, weit drau├čen,
ganz am Rand der Stadt,
da steht ein winzig kleines Haus,
das schon seit Ewigkeiten
niemand mehr betreten hat.

Krumm und schief, mit losen Schindeln
steht es auf dem H├╝gel.
Und geht auch nur ein bisschen Wind,
bekommen noch mehr Schindeln Fl├╝gel.

Die Fenster klemmen derma├čen,
dass sich keins mehr ├Âffnen l├Ąsst,
und auch die alte Eingangst├╝r
steckt halb ge├Âffnet
schlichtweg v├Âllig fest.

Doch Nacht f├╝r Nacht geschieht etwas,
das kann eigentlich gar nicht sein:
Aus dem kleinen Schornstein qualmt es.
Die Stadtbewohner schw├Âren Stein und Bein!

Kleine W├Âlkchen und graue Schwaden
kommen Nacht f├╝r Nacht aus dem Haus.
Dabei wohnt dort seit Jahren niemand mehr,
nicht mal eine Maus.

Gespenstisch, sagen die Leute,
gruselig.
Mysteri├Âs, unerkl├Ąrlich, unglaublich.
Sie staunen und r├Ątseln und tuscheln
und machen sich selbst ganz duselig.

Und das H├Ąuschen?
Das wei├č von alldem nichts.
Es qualmt fr├Âhlich vor sich hin,
freut sich an sich und dem kleinen Kamin
und findet daran gar nichts schlimm.

Warum soll ich warten, dass jemand kommt,
hat es sich eines Tages gedacht,
dass jemand kommt und den Kamin anmacht,
f├╝r mich, Nacht f├╝r Nacht?

Das kann ich auch selbst, hat es sich gedacht,
ich tue, was ich will.
Und ich will warmes Kaminfeuer,
von Oktober bis April.

So steht es auf dem H├╝gel,
das windschiefe kleine Haus,
und macht sich ohne Mensch und Maus
einfach selber eine Freude.

W├Ąr ja auch Quatsch,
denkt es gl├╝cklich qualmend,
wenn ich meine Zeit hier
wartend vergeude.